Die Affenschande der Stadt Recklinghausen
Die Stadt lügt das Blaue vom Himmel runter

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Schnell gelogen ist auch nicht die Wahrheit. Der Stadt Recklinghausen war es offenbar wichtig, innerhalb der Monatsfrist zu antworten (letzter Absatz auf Seite 2). Die Wahrheit war da wohl zweitrangig und - wie sich im nachhinein herausstellte - auch sehr beschämend. Denn durch die Nachfrage der Bundestagsabgeordneten Undine Kurth (Bündnis 90/Die Grünen) kam dann heraus, dass es sich bei dem ominösen Institut um das Paul-Ehrlich-Institut handelt. Bemerkenswerterweise haben es übrigens die Stadtverordneten der Staddt Recklinghausen nicht geschafft, ihre eigene Verwaltung zur Auskunft zu bewegen. Meiner Meinung nach spricht das Bände.

Ein Absatz aus dem Schreiben der Stadt Recklinhausen verdient besondere Beachtung, nämlich: "Es soll hier nochmals betont werden, dass nach dem Vertragsinhalt mit den aus dem Tierpark der Stadt Recklinhausen stammenden Affen eine Forschung gerade nicht betrieben werden wird."

Aha, demnach war der Stadt bekannt, dass das Paul-Ehrlich-Institut auch "Forschung" betreibt. Wie blauäugig oder auch dumm muß man eigentlich sein, um glauben zu können, dass Tiere, die man einem solchen Institut zur Verfügung stellt, nicht für Tierversuche verwendet werden. Denn der Vertrag, den die Stadt Recklinghausen mir als "Beweis" vorgelegt hat, ist in dieser Hinsicht das Papier nicht wert, auf dem er steht. Zum einen trägt er weder Datum noch Unterschrift des Bürgermeisters und dürfte demnach nur ein Entwurfspapier gewesen sein und zum anderen steht nur drin, dass die Tiere als Zuchttiere verwendet werden sollen. Tierversuche wurden aber nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Und wer sagt denn, dass man Tiere nicht multifunktional verwenden kann. Gibt die Kuh keine Milch mehr, landet sie schließlich auch als Steak auf dem Teller.

Hier nun die Lüge der Stadt Recklinghausen: