Kommerz gegen Tierschutz
Ein Schreiben reicht offensichtlich nie

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Herrn
Staatsminister
Eberhard Sinner
Schellingstraße 155

80797 München

Bergheim 28.09.2003

meine Anfrage per Email vom 18.09.2003 (ist zur Erinnerung nochmals beigefügt)

Sehr geehrter Herr Sinner

am 18.09.2003 hatte ich Sie gebeten mir den Widerspruch zu erklären dass Sie zum einen die Privathaltung von Minischweinen ablehnen weil eine artgerechte Haltung bei Privatleuten nicht möglich ist und Sie sich aber im Gegenzug gegen eine Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastschweinen ausgesprochen haben.

Wenn ich jetzt mal bösartig wäre könnte ich Ihnen unterstellen dass diese widersprüchliche Haltung daraus resultiert dass im ersten Fall keine wirtschaftlichen Interessenkonflikte bestehen und Sie tatsächlich im Interesse der Tiere handeln während Ihnen im Fall der Mastschweine die Bauernverbände auf den Füßen stehen und der Tierschutzgedanke da dann plötzlich unter den Tisch fällt.

Aber ich bin ja nicht bösartig und gebe Ihnen hiermit Gelegenheit Ihre Haltung zu erläutern. Ich hoffe dass es Ihnen möglich sein wird mir bis zum 10.10.2003 eine Antwort zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer

Anlage: meine Anfrage vom 18.09.2003