Miss Bundestag und der Tierschutz
Die Ausreden von Frau Wöhrl in 2005

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An der Argumentation von Frau Wöhrl hat sich nichts geändert. Pelze von Schlachttieren und/oder jagdbarem Wild darf man verkaufen, weil die Nichtverwertung von Fellen dieser Tiere "frevelhaft" wäre. Und weil ihr Mann jetzt nicht mehr die Anteilsmehrheit hat und sie selbst nicht mehr in der Firma beschäftigt ist, ist natürlich auch der Einfluß auf den Schwager nicht mehr vorhanden. So ein Pech aber auch.

Seltsam ist nur, dass Frau Wöhrl noch am 11.02.2005 in einem Interview behauptet hat, dass die Wöhrl AG überhaupt keine Pelze verkauft -also auch nicht von Nutz- und Wildtieren. Aber auch eine Miss Bundestag wird halt älter und damit vergesslicher.

So wie sich die Sache darstellt, wird die Wöhrl AG wohl ohne massiven Druck von außen nicht auf den Verkauf von Echtpelzen verzichten. Denn weder der Tierschutzgedanke noch ethische Motive scheinen eine Rolle zu spielen. Die Gewinnmaximierung geht halt vor Tierschutz.
Die Ausreden einer wirklich engagierten "Tierschützerin"

Falls Sie es noch nicht wussten: dass der Tierschutz jetzt im Grundgesetz steht, ist allein das Verdienst von Frau Wöhrl. Irgendwie ist mir diese Tatsache die ganze Zeit entgangen. Ihnen auch?

Was mir aber nicht entgangen ist, ist der Umstand, dass Frau Wöhrl feine Unterschiede zwischen Pelzen und Edelpelzen macht. Die einen darf man töten und verkaufen, die anderen nicht. Und gegen die Jagd haben wir sowieso schon nichts. Bei solch einer Einstellung wird einem doch richtig warm ums Herz- und wenn nicht, dann nehmen wir ein Pelzjäckchen aus dem Hause Wöhrl.