Die chizophrene Haltung von FDP-Politikern
Herr Goldmann hat zum eigentlichen Thema nichts zu sagen
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Hier seine Antwort:
Mit meinem Schreiben scheine ich bei Herrn Goldmann gleich zwei Nerven auf einmal ganz empfindlich getroffen zu haben. Warum der Vergleich der Kleinvolière mit KZ-Käfigen meine Aussage disqualifiziert, ist für mich nicht logisch nachzuvollziehen. Man mag über den Ausdruck unterschiedlicher Meinung sein, an den Tatsachen und der Tierquälerei ändert das nichts. Auch nichts daran, dass der Beschluß des Bundesrates das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vollkommen ignoriert.
Es ist für Herrn Goldmann auch viel wichtiger zu versichern, dass er sich noch nie den Interessen von Lobbyisten gebeugt hat, (ich nehme diese Aussage mit Interesse zur Kenntnis), als in die eigentliche Sachdiskussion einzusteigen. Das wäre auch argumentativ für ihn sehr schwierig geworden. Und jetzt komme ich auf seine Mitgliedschaft im Sozialer Ökohof St.Josef e.V zurück. Wie auf der Homepage des Vereins nachzulesen ist, wirtschaftet der Hof nach den Kriterien von Bioland. Konkret bedeutet dies für die Hennen auf diesem Hof folgendes:
Hühnerhaltung auf dem Ökohof:
http://www.sozialer-oekohof.html
Seit Beginn des Projektes 1989 werden Hühner nach Bioland-Richtlinien gehalten. Die Erfahrungen hieraus und die Empfehlungen von Beratern für biologische Hühnerhaltung flossen in die Konzeption der heutigen Legehennenhaltung mit vier wesentlichen Elementen ein:
Der Stall:
Er ist 1995 neu gebaut, 1997 erweitert und 2001 auf Volierenhaltung umgestellt worden. Er ist so konzipiert, dass die Tiere artgerecht leben: Sie haben ausreichend Platz zum Scharren und Flügelschlagen, können sandbaden und picken; Sitzstangen über den Kotbändern ermöglichen das Aufbaumen; abgestimmte Lichtverhältnisse sorgen für eine ungestörte Eiablage. Der 324 m2 große Stall ist in zwei Abteilungen für je 1.500 altersgleiche Hennen eingeteilt.
Schlechtwetterauslauf:
Um die Hühner jeden Tag, auch bei Regen, Schnee und Frost hinauslassen zu können und so die Gesundheit und das Wohlbefinden der Hennen zu fördern, befindet sich an beiden Längsseiten des Stalls ein 5 m breiter überdachter Pavillon.
Freiland-Auslauf:
Bei trockenem Wetter steht den Hühnern ein Auslauf auf einer Weidefläche von ca. 12.000 m² zur Verfügung.
Fütterung:
Gefüttert werden die Tiere mit 100 % Bioland-Futter.
Mein Kommentar:
Diese Bedingungen hören sich ja nun nicht gerade nach Kleinvolière an. Und da Herr Goldmann zahlendes Mitglied in diesem Verein ist, dürfte er über die dortigen und meiner Meinung nach artgerechten Haltungsbedingungen ja bestens informiert sein. Da mutet es doch gerade schizophren an, dass er als Politiker der Kleinvolière das Wort redet, während er privat artgerechte Tierhaltung unterstützt. Sobald es aber um handfeste wirtschaftlichen Interessen geht, zeigen Politiker öfters diese schizophrenen Anwandlungen. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an meinen Artikel Kommerz gegen Tierschutz. Da hat Herr Sinner die gleichen Symptome gezeigt.
In diesem Zusammenhang wäre es eigentlich interessant zu erfahren, wie sich der BUND zu Mitgliedern stellt, die sich öffentlich gegen den Tierschutz stellen. Ich glaube, ich frage mal nach.