Schächten - qualvoller Tod aus Feigheit der Politiker
Eine höchst aufschlußreiche Presseerklärung

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Auch wenn die Presseerklärung drei Seiten lang ist, Sie sollten sie wirklich von Anfang bis Ende lesen. Denn wenn Sie das getan haben, werden Sie - wenn Sie sie nicht schon hatten, starke Zeifel an der Neutralität und Unvoreingenommenheit des Bundesverwaltungsgericht bekommen.

Insbesondere der 4. Abschnitt der Presseerklärung dürfte klar machen, worum es Herrn Altinküpe in erster Linie geht; nämlich nicht um seinen muslimischen Glauben, sondern ausschließlich um Profit und Machtdemonstration. Denn wie man in diesem Abschnitt lesen kann, hat er keine Probleme damit, in einem anderen Landkreis, Fleisch anzubieten, das nicht von geschächteten, sondern von Tieren stammt, die vorher betäubt wurden. Wenn er das Fleisch an einen Supermarkt in Wetzlar und über das Internet verkauft, wird er kaum kontrollieren können, dass nicht auch strenggläubige Muslime dieses Fleisch kaufen. Mit der Ernsthaftigkeit seines Glaubens kann es wohl nicht sehr weit her sein. Daher ist es umso befremdlicher, dass diese Tatsache von dem Bundesverwaltungsgericht nicht gewürdigt, ja noch nicht einmal zur Kenntnis genommen worden ist.

Und dann war da noch die Merkwürdigkeit mit dem Datum der Presseerklärung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. 2. Abschnitt). Diese Presseerklärung trägt als Datum den 21.11.2006 und hatte das Schächtverfahren zum Gegenstand. Der Verdacht, dass die Presseerklärung schon zwei Tage vor der mündlichen Verhandlung und damit auch schon das Ergebnis feststand , konnte vom Lahn-Dill-Kreis leider nicht erhärtet werden. Ich hatte beim Lahn-Dill-Kreis telefonisch nachgefragt, wie das Gericht diese Merkwürdigkeit erklärt.

Und Sie werden es nicht glauben:
ein Schreibmäuschen aus der Kanzlei hat sich doch tatsächlich im Datum geirrt. Wer hätte das gedacht.

Hier nun die Pressseerklärung des Lahn-Dill-Kreises:

Als Folge dieses Urteils hat der hessische Landtag beschlossen, die Gesetzesinitiative zur Änderung des § 4a TSchG wieder aufleben zu lassen. Und ich für meinen Teil werde jetzt bei jedem Bundesland nachfragen, was wir von ihm in Sachen Schächten zu erwarten haben. Fortsetzung folgt.