Bergheim 02.11.2003
Die Katzenproblematik vom Linslerhof
Sehr geehrter Herr Bürgermeister
sicherlich ist es Ihrer Aufmerksamkeit nicht entgangen, dass in den Zeitungen und auch im Internet die Meldung verbreitet wurde, dass Frau von Boch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Tierschutzvereinen verweigert und statt dessen ihren Angestellten Anweisung gegeben hat, die auf dem Linsler Hof lebenden Katzen nicht mehr zu füttern, um das Katzenproblem auf diese Art und Weise “in den Griff “ zu bekommen.
Wenn man einmal den evtl. strafrechtlichen Aspekt dieser Anweisung außer acht lässt, so stellt sich doch die Frage, ob der Imageverlust des Linsler Hofes, der mit einer solchen Meldung einher geht, nicht auch auf Ihre Gemeinde durchschlägt. Dies kann eigentlich nicht in Ihrem Interesse liegen, da ich ja davon ausgehe, dass der Linsler Hof auch für Ihre Gemeinde einen vielleicht nicht unwichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt.
Ich habe Frau von Boch bereits zweimal angeschrieben, um in Erfahrung zu bringen, ob sie eine solche Anweisung gegeben hat und wenn ja, was ihre Motivation zu solch einem rigorosen Vorgehen ist. Frau von Boch hat es bisher nicht für nötig befunden, auf meine Schreiben zu antworten. Demnach muß ich als Tierschützerin davon ausgehen, dass der Bericht im Saar-Echo und auch im Internet der Wahrheit entsprechen und Frau von Boch tatsächlich die Katzen verhungern lässt.
Nun bleibt dieser Umstand natürlich nicht unbeachtet und hat bereits jetzt zu beträchtlichem Aufsehen geführt. Stellen Sie sich nun einmal vor, dass es aus Protest gegen dieses tierquälerische Verhalten einen Boykottaufruf gegen den Linsler Hof geben könnte. Und das mit allen damit verbundenen Konsequenzen wie Demonstrationen
Aufrufe in der Zeitung, Anschreiben an sämtliche ortsansässige Geschäftsleute, Vereine etc. Die Publicity wäre noch um etliches größer als sie es jetzt schon ist.
Und in Zeiten der weltweiten Vernetzung ist es natürlich auch kein Problem, die Angelegenheit über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt zu machen. Die Post an sich und die Poststelle Ihrer Gemeinde im besonderen müssten dann wahrscheinlich mit einem erhöhten Eingangsvolumen rechnen.
Ich appelliere an Sie als Bürgermeister sich dafür einzusetzen, dass das Problem der Katzen auf dem Linsler Hof im Sinne des Tierschutzes gelöst wird. Die örtl. Tierschutzvereine werden Sie dabei gerne unterstützen.
Ich hoffe, dass meine Bitte nicht vergebens war und ich in Kürze von Ihnen hören werde.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer