Gerhard Schwab vom Bund Naturschutz
Die Schweinereien stehen öfters in der Zeitung
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Quelle:
www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/146/18128/
Geschmackloses aus der “Süddeutschen Zeitung“: Naturschutz à la carte:
Biber in Rotwein-Sauce
Nur der Wildbiologe Gerhard Schwab vom Bund Naturschutz darf den Nager in
die Pfanne hauen.
Bayern hat seinen Biber wieder. Nachdem der Nager ein Jahrhundert lang
als ausgerottet galt
tummeln sich heute wieder mehr als 7.000 Tiere in
Flüssen und Bächen des Freistaats. Die Naturschützer sind entzückt. Doch
seit kurzen landen einige Biber wieder in der Pfanne – bei Rotweinsauce
und Backpflaumen. Gerhard Schwab ist Bibermanager und leidenschaftlicher
Hobbykoch. “Der Biber schmeckt hervorragend"
sagt der Wildbiologe.
Ist ein Ankauf nicht möglich
rückt Schwab mit seinen Fallen an. 700 Biber
hat er seit 1996 lebend eingefangen.Gerade erst hat wieder die Fangzeit
begonnen. Weil das Tier artenrechtlich geschützt ist
muss Schwab für jeden
Fang eine Sondergenehmigung beantragen.Die meisten Biber exportiert der
BN-Experte nach Osteuropa
Ungarn oder Slowenien.Von der Falle in die
Pfanne. Allerdings findet nicht jeder bayrische Biber schnell Asyl im
Ausland. Seit Sommer vergangenen Jahres griff Schwab deshalb 55 mal zur
Waffe. Alles genehmigt. “Natürlich bringt es mir keinen Spaß
den
gefangenen Biber zu erschießen"
beteuert Schwab. Doch wer das Fangen von
Bibern fordert
mussin Ausnahmefällen auch das Töten akzeptieren.Das
Vermarkten von Fleisch und Fell ist streng verboten. Lediglich für den
Eigenbedarf darf Schwab die Biber weiter verwerten. Sein Lieblingsrezept
ist der klassisch gebratene Biber. Ende September plant der Biberfreund
ein großes Biberessen.