Gerhard Schwab vom Bund Naturschutz
Wie so oft
muß ich noch einmal nachfassen
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Von: Christina Kremer [c@documentmanager.de]
Gesendet: Donnerstag
25. September 2003 20:18
An: Richard Mergner
Betreff: AW: Ihre Anfrage zum Biberartikel in der SZ
Sehr geehrter Herr Mergner
vielen Dank für die rasche Antwort. Ich möchte jedoch noch etwas genauer auf die letzten beiden Absätze Ihres Schreibens eingehen. Sie sagen: " Eine Verwertung der Biber in der Küche wird vom Bund Naturschutz entschieden abgelehnt
da damit die Gefahr der Aufweichung des Tötungsverbotes entstehen könnte." Das finde ich zwar sehr erfreulich
bedeutet aber noch lange nicht
dass Herr Schwab - wenn auch ohne das Einverständnis Ihres Verbandes - eine derartige "Verwertung" nicht doch vorgenommen hat. Weiter führen Sie fort: "Der Bund Naturschutz wird diese Position auch bei einer in Kürze anstehenden Fortführung des Projektes zur Bedingung bei der Auftragsvergabe machen. Heißt das
dass Sie bisher an diese Möglichkeit nicht gedacht haben und Sie in Zukunft derartige Dinge ausschließen möchten? Das lässt doch wohl den Schluss zu
dass Herr Schwab doch Biber gegessen hat
oder?
Und nun ein letztes: "Wir sind uns der schwierigen Konfliktlagen sehr wohl bewusst und werden
sollte es zu fehlerhaftem Verhalten gekommen sein
das Nötige tun
um generell wie auch bei Ihnen Zweifel an der Glaubwürdigkeit des BN insgesamt und unseren Bemühungen zur Mittlung zwischen den Lebensansprüchen des Bibers und unserer Zivilisationsgesellschaft auszuräumen." Zum einen hätte ich gerne gewusst
ob Her Schwab nun Biber gegessen hat oder nicht und zum anderen
was das "Nötige" ist
das Sie tun wollen
um das Vertrauen in Ihren Verband wieder herzustellen. Ich für meine Person kann Ihnen sagen
dass ich erst dann Ihre Reputation als wiederhergestellt betrachte
wenn Sie eine wirklich rückhaltlose Aufklärung dieses Sachverhaltes betreiben und auch damit ohne wenn und aber an die Öffentlichkeit gehen. Insbesondere hätte ich gerne gewusst
ob und wie viel Biber und warum Herr Schwab während seines Beschäftigungsverhältnisses getötet hat und was mit den Kadavern anschließend geschehen ist. Wenn Sie mir diese und auch die vorhergehenden Fragen wahrheitsgemäß beantworten
dann könnte sich mein Misstrauen langsam wieder geben.
Wenn ein fauler Apfel im Korb ist
heißt das zwar noch lange nicht
dass die anderen auch schlecht sind; wenn dieser faule Apfel aber nicht entfernt wird
wirft das ein sehr bezeichnendes Licht auf alle anderen.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer