Gerhard Schwab vom Bund Naturschutz
Herr Mergner redet um den heißen Brei will aber kein Quiz mehr spielen

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-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Richard Mergner [mailto:richard.mergner@bund-naturschutz.de]
Gesendet: Montag 20. Oktober 2003 08:02
An: Christina Kremer
Betreff: AW: Ihr mail vom 14.10.

Sehr geehrte Frau Kremer

Auch im Auftrag von Prof. Hubert Weiger antworte ich Ihnen auf Ihr mail und trete gerne in einen weiteren Dialog über das Bibermangagement mit Ihnen ein.

Zuvor bitte ich Sie jedoch höflichst mir Ihre Anschrift und evtl. Funktion mitzuteilen da auch ich gerne weiß mit wem ich mich austausche.

Ich hoffe es gelingt dann einen echten Dialog über die Probleme des Bibermanagement und kein einseitiges Frage-Antwort-Spiel zu führen. Hierzu ist auch keine Weitergabe Ihres Schreibens in mail-Kopie an den Vorstand des BN nötig da ich diesen über wichtige Vorgänge selbst informieren werde.

Vielleicht sollten Sie bei Ihrer vorläufigen Qualifikation unseres Verbandes bedenken dass es der Bund Naturschutz war der den Biber in Bayern wieder eingeführt hat. Unser Bibermanagement mit ca. 700 Beratungen in Konfliktfällen hat maßgeblich dazu geführt die Probleme zu lösen ohne Biber töten zu müssen. Damit ist nicht nur in vielen Regionen die Akzeptanz für den Biber auch bei Geschädigten enorm gestiegen sondern auch die Dunkelziffer der illegal erschlagenen oder anderweitig getöteten Biber zurückgegangen.

Für die Genehmigung der Tötung von Bibern in Ausnahmefällen sind die Bezirksregierungen nicht der BN zuständig. Wenn nach dem Wegfang eine tiergerechte Hälterung oder die Verbringung in andere Länder nicht möglich ist können die Regierungen eine entsprechende Genehmigung erteilen. Die "Verwertung" der getöteten Biber war von den Bezirksregierungen bislang nicht geregelt.

Vorab möchte ich Ihnen auch mitteilen dass unser Landesgeschäftsführer es untersagt hat Biber zu essen. Der BN setzt sich dafür ein dass getötete Biber entweder präpaiert und zu Schulungszwecken verwendet oder in die Tierkörperbeseitigung kommen.

Mit freundlichen Grüßen
Richard Mergner
Landesbeauftragter
Bauernfeindstraße 23
9o471 Nürnberg
Tel. 0911-81878-25