Gerhard Schwab vom Bund Naturschutz
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An: Harald.Kleisinger@lfu.bayern.de
Betreff: Gerhard Schwab und das Biberessen
Datum: 07.12.2003
Sehr geehrter Herr Kleisinger
in einem Zeitungsbericht der Süddeutschen war im September davon die Rede
dass der Wildbiologe Gerhard Schwab die von ihm geschossenen Biber insoweit einer "Verwertung" zuführt
als er sie als Wildbret verspeist. Einen ähnl. Hinweis auf diese Art der "Verwertung" habe ich auf der Homepage von Wild und Hund unter folgendem Link gefunden.
Der Biberjäger in Wild und Hund
“Vom Biotop bis zur Pfanne
Neue Regelungen hält auch Gerhard Schwab für unausweichlich. Die derzeitige Genehmigungspraxis für den Biberfang ist zu kompliziert und besitzt viele rechtliche Grauzonen. Vor allem stinkt dem vollbärtigen Naturschützer
der in seiner Freizeit auch gerne kocht und genießt
dass der Biber zwar verwertet
aber nicht vermarktet werden darf. Für Tiere unter Artenschutz soll es keinen Markt geben. Doch bei den künftig anfallenden Biberstrecken
Schwab rechnet in einigen Jahren mit einem Gesamtbesatz zwischen 20 000 und 30 000 Biber allein in Bayern
könnte Wildbret
Zähne
Balg und das Bibergeil wiederum Geld einbringen
das in den Biberschutz fließen könnte. Sein Credo lautet: “Für mich umfasst Bibermanagement alles - vom Biotop bis zur Pfanne.”
Da Sie im Landesamt für Umweltschutz im Referat Artenschutz tätig sind
nehme ich an
dass Sie mir folgende Fragen beantworten können:
1. Wie viele Biber hat Herr Schwab im Zeitraum vom 01.01.2002 - 07.12.2003 geschossen?
2. Was war der Grund für die Tötung und ließ sie sich nicht vermeiden?
3. Ist die Verwertung der getöteten Tiere dokumentiert?
4. Was ist mit den Kadavern der getöteten Tiere geschehen?
5. Ist die Verwendung der getöteten Biber als "Biberbraten" zulässig oder nicht?
Sollten Sie selbst nicht zuständig sein
bitte ich um entsprechende Weiterleitung meiner Anfrage und um Abgabenachricht.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer
IfT-Internetzwerk für Tiere
Abt. NRW
Natürlich habe ich auf meine Anfrage keine Antwort bekommen. Herr Kleisinger ist wahrscheinlich zu beschäftigt. Vielleicht hat der Chef mehr Zeit.