Mittelalter in Solingen
Tierschutzaktivisten vom feinsten

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Der Artikel im Solinger Tageblatt vom 15.05.2006 ist eine wahre Fundgrube an Erkenntnissen: http://www.solinger-tageblatt.de/sro.php?redid=41137&archivredid=1142468&archiv=1

So, der Herr Curt Meis ist also Tierschutzaktivist. Wohl doch hauptsächlich Aktivist und überhaupt kein Tierschutz. Dafür aber auch Mitglied im Tierschutzverein. Ich sags ja: die Gesinnungsprüfung muß her, sonst artet die Mitgliedschaft in eine reine Alibifunktion aus. Soviel Aktivismus muß einfach gebührend gewürdigt werden. Herr Meis erhält deshalb eine schriftliche Auszeichnung:


Herrn
Curt Meis
Pfaffenberger Weg 172

Bergheim, 21.05.2006

42659 Solingen


Artikel des Solinger Tageblattes vom 15.05.2006 zum Thema Hahneköppen
- als Anlage beigefügt -

Sehr geehrter Herr Meis,

ich gehe einmal davon aus, dass der o.a. Artikel Ihre Meinung richtig wieder gegeben hat. Unter dieser Prämisse hätte ich anzumerken, dass Sie eine Schande für die Tierschutzzunft sind. Ich bin von Politikern und auch „normalen“ Privatleuten in Sachen Tierschutz so manche Ungeheuerlichkeit gewöhnt. Dass aber Sie als angeblicher Tierschützer sich zugunsten der Hahneköpper aussprechen, anstatt lauthals dagegen zu protestieren, ist wahrlich der Gipfel. Haben Sie auch nur ein einziges mal in das Tierschutzgesetz geschaut? Das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund ist gesetzlich untersagt. Und Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, dass das Töten von Tieren ausschließlich zum Zwecke der Volksbelustigung einen vernünftigen Grund darstellt.? Dass der Hahn vor dem Köpfen getötet wird, ist eine gesetzliche Voraussetzung und Selbstverständlichkeit, deren Einhaltung es bisher verhindert hat, dass die beteiligten Personen strafrechtlich belangt wurden. Aber trotzdem: was bitte soll der Schwachsinn, dass das Tier nicht leiden mußte? Das Tier hat den größtmöglichen Schaden davon getragen, nämlich den Tod. Das ist ja wohl Leid genug. Wären Sie auch so großzügig, wenn man anstelle eines Hahnes eine Katze oder einen Hund nehmen würde? Ihr Speziesismus ist mit Verlaub gesagt zum Kotzen und eines wahren Tierschützers absolut unwürdig.

Mit Ihrer leichtfertigen Einstellung zum Tod dieser Hähne haben Sie jetzt in Ihrer Eigenschaft als „Tierschutzaktivist“ der Barbarei in diesen Hahneköppervereinen Vorschub geleistet und sie quasi als tierschutzrechtlich nicht relevant sanktioniert und legitimiert. Wenn ja schon ein Tierschützer nichts dabei findet, dann kann es doch wohl nicht so schlimm sein, oder? Reden Sie eigentlich immer bevor Sie irgendwo denken lassen?

Sie haben dem Tierschutz großen Schaden zugefügt und bewiesen, dass auch sogenannte „Tierschützer“ in ethischen Fragen noch immer nicht über die Steinzeit hinaus gekommen sind.

Was hat Sie eigentlich veranlaßt, den Hahneköppervereinen so die Stange zu halten? Erwarten Sie von diesen Vereinen für Ihr Tierheim größere Spenden, sagen wir mal 30 Silberlinge oder welche Motivation steckt dahinter? Tierschutzgründe können es ja wohl nicht gewesen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer

Anmerkung:
Ich hoffe, dass der Zentralrat der Juden mir jetzt wegen der 30 Silberlinge keine Scherereien macht.