Die Karstadtlüge
Antwort der Madeleine GmbH an Frau Görgens
Zurück
Übersicht
Weiter
Hier nun die Antwort der Firma Madeleine. Meine Kommentare zu diesem Schreiben sind kursiv gedruckt.
Sehr geehrte Frau G*
wir bedauern es sehr
dass Sie sich durch unser Pelzangebot in Ihrer persönlichen Einstellung und Haltung verletzt fühlen.
Wir kennen durchaus die Berichterstattung über die ?schwarzen Schafe? In der Pelzbranche und sind selbstverständlich der Auffassung
dass manche Betriebe in einem unerträglichen Zustand sind. Ich kenne keinen
der es nicht wäre. Deshalb erwirbt unsere Konzerngesellschaft von solchen Betrieben auch keine Pelze. Im übrigen sind Pelze aus dieser Art der Tierhaltung nur von minderer Art und daher für ein hochwertiges Angebot ungeeignet. Allerdings ist nun wirklich nicht jede Zuchttierhaltung von vornherein in dem von Ihnen unterstellten Zustand.
Nein
meistens sind die Zustände noch schlimmer.
Viele Felle stammen von Tieren
die in erster Linie der Nahrung dienen: Kanin
Zicke
Grönlandrobben. Andere Pelztiere werden bekämpft
weil sie sich mangels natürlicher Feinde ungehemmt vermehren
Schäden verursachen und/oder die Artenvielfalt bedrohen. Dies gilt in gleicher Weise für Biber und Bisams
Nutrias oder Waschbären. Ihnen gegenüber brauchen wir nicht speziell zu erwähnen
dass das afrikanische Karakulschaf (Persianer) unter den gleichen Bedingungen wie Schafe lebt und stirbt. Auch Nerz-Farmen werden heute in vielen Ländern streng kontrolliert.
Da wüsste ich doch zu gerne
wo diese Länder sind.
Es sollte auch nicht verkannt werden
dass die vorgetragenen Ansprüche bezüglich der Pelztier-Haltung auch nicht generell bei der Fleischtierzüchtung beachtet werden. Nur weil bei der Fleischerzeugung die Tiere nicht artgerecht gehalten werde
braucht man es bei den Pelztieren auch nicht zu tun? Andernfalls müsste der Mensch automatisch zum Vegetarier werden. Diese Schlußfolgerung ist richtig. Diese dogmatische Folge halten wir für inakzeptabel und nicht diskussionsfähig.
Warum eigentlich nicht? Damit weiterhin Pelze verkauft werden können?
Sie können sicher sein
dass unsere Unternehmen in Zusammenarbeit mit Ihren (dieser Schreibfehler ist zu schön) Lieferanten und Vorlieferanten alles tun
um die von Ihnen skizzierten unerträglichen Zustände von vornherein zu vermeiden.
Was genau ist “alles”?
Wir haben als Unternehmen nicht die Aufgabe
bestimmte Wertvorstellungen bei unseren Kunden durchzusetzen. Es ist eine Selbstverständlichkeit
dass die rechtlichen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Unseren Kunden steht es sodann frei
darüber zu entscheiden
ob sie Pelze aus dem Sortiment kaufen oder dies ablehnen. In unserer Wirtschaftsordnung entscheidet der Kunde
nicht jedoch Interessengruppen
welches Warenangebot im Rahmen des rechtlich Zulässigen erforderlich ist.
Wenn nicht die Nachfrage durch Werbung geweckt würde
gäbe es sie nicht.
Wir hoffen
Ihnen mit unserem Antwortschreiben dargelegt zu haben
dass wir uns sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Wir würden es sehr bedauern
Sie als Kundin zu verlieren.
Ist wahrscheinlich aber doch passiert.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Madeleine-Modeteam