Leiden für den Luxus
Eine harmlose Anfrage an die Firma
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Ich habe dann der Homepage der Caviar-Creator GmbH einen Besuch abgestattet und bin auf folgenden Satz gestossen:
Artgerechte Tierhaltung ohne Umweltbelastung garantiert Genuss auf höchstem Niveau.
Dieser Aussage musste ich nun etwas näher nachgehen und so habe ich der Firma geschrieben:
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Christina Kremer []
Gesendet: Freitag
12. März 2004 21:05
An: info@caviar-creator.com
Betreff: Gewinnung des Rogens vom Störweibchen
Sehr geehrte Damen und Herren
ich habe mich mal auf Ihrer Homepage umgesehen und gelesen
dass die Fische zur Rogenentnahme nicht getötet werden. Diese Vorgehensweise ist zunächst einmal zu begrüßen. Ich hätte da allerdings noch einige Frage: Vergleichbar mit der Prozedur beim Menschen kommt dieser Eingriff doch einem Kaiserschnitt gleich. Nun weiß ich von Bekannten
dass solch ein Kaiserschnitt auch noch nach Wochen eine sehr schmerzhafte Angelegenheit ist und nachfolgende Geburten per Kaiserschnitt von den Ärzten als Risikofaktor angesehen werden. Und da Fische erwiesenermaßen genauso Schmerz empfinden wie andere Lebewesen gehe ich einmal davon aus
dass diese "Entnahme" für den Fisch eine ziemliche Tortur darstellt
auch wenn sie unter Betäubung durchgeführt wird.
Könnten Sie mir folgende Fragen beantworten:
- Wie groß ist die Menge des entnommenen Rogens im Verhältnis zum Körpergewicht des Tieres?
- Wie oft wird einem Störweibchen in seinem Leben der Rogen entnommen?
- Wird das Weibchen nach der Operation noch mit Schmerzmitteln versorgt und wie steht es mit der nachfolgenden Wundversorgung?
- Wie lange dauert der Heilungsprozess
bis die Wunde vollständig verheilt ist?
- Bildet sich Narbengewebe und wenn ja
in welchem Umfang und wird dadurch der Heilungsprozess verlängert?
Ich wäre Ihnen sehr verbunden
wenn Sie meine Fragen im Detail beantworten könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Christina Kremer